Sigmund Jähn startete am 26. August 1978 mit Sojus 31 (Sojus = dt. Vereinigung, Union) zur Raumstation Saljut 6 (Saljut = dt. Salut, Ehrensalve). Er absolvierte diesem Weltraumflug gemeinsam mit Waleri Bykowski. An Bord von Saljut 6 wurden gemeinsam mit der damaligen Stammbesatzung Wladimir Kowaljonok und Alexander Iwantschenkow zahlreiche Experimente durchgeführt, insbesondere im materialwissenschaftlichen und medizinischem Bereich. Am 3. September 1978 kehrte er mit Sojus 29 zur Erde zurück.

Dieser Weltraumflug wurde von der DDR überschwänglich gefeiert, war doch Sigmund Jähn der erste Deutsche im All. Teilweise trat die große menschliche und technische Leistung in den Hintergrund und wurde von der Propaganda überdeckt. Ein Ergebnis der ‚Vermarktung dieses Weltraumfluges' war im Jahr 1982 die Verleihung des Ehrentitels, Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn' an die damalige GST-Schule am Flugplatz Jahnsdorf.

Um allen Auszubildenden ständig vor Augen zu führen, dass sie an einer Einrichtung mit diesem Ehrennamen lernen durften, wurde sogar ein Denkmal zu Ehren Sigmund Jähns errichtet. Die sieben Reliefplatten aus Metall wurden durch unsere Gesellschaft sichergestellt, um sie vor Vandalismus oder Diebstahl zu bewahren.

Leider konnten wir bisher nicht den Künstler dieser Reliefs ausfindig machen. Er hat auf den beiden linken Platten auf Wegbereiter der modernen Raumfahrt verwiesen. Unten wird auf den Flugpionier Otto Lilienthal (1848-1896), der in den Jahren 1891 bis 1896 die ersten gesteuerten Flugversuche durchführte und so auch zum Wegbereiter der Gebrüder Wright wurde, erinnert. Die linke obere Platte stellt Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski (1857-1935) den Mitbegründer der modernen Raketentechnik dar. Die anderen Reliefplatten sind dem Raumflug von 1978 gewidmet.
zurück zur Historie / zurück zur Galerie