Die ausgestellte L29 ist nie in Jahnsdorf geflogen. Die L29 setzte sich bei einem Wettbewerb im Warschauer Pakt gegen andere Modelle durch und wurde das Standardschulflugzeug mit Strahlantrieb des Militärbündnisses. Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR nutzte die L29 von Anfang der sechziger bis zum Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zur Ausbildung ihrer Piloten. Das fliegende Personal hatte fast regelmäßig in der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) erste Erfahrungen mit dem Fliegen gesammelt. Als zentrale Schulungsstätte der GST war Jahnsdorf somit ein Ausgangspunkt für viele Pilotenkarrieren. Zur Erinnerung und als Dank wurde die L29 nach Außerdienststellung im Eingangsbereich der Schule aufgestellt. Allerdings erhielt das Flugzeug einen Tarnanstrich und die taktische Nummer '024'; ein Outfit, mit dem es nie geflogen ist. Die Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf GmbH hat 1995/96 das Flugzeug weitgehend überholt und in sein Originalaussehen zurück versetzt. Im Zuge des Ausbaus des Platzes bekam die L29 einen würdigen Standplatz.
TECHNISCHE DATEN:
Typ: Aero L29 (C-29) "Delfin"
Herkunftsland: CSSR
Entwicklung: Zweite Hälfte der 50er Jahre
Serienproduktion: 1961
Einsatz: Schulflugzeug (teilweise erfolgte auch ein Einsatz als Sonderkampfflugzeug)
Triebwerk: Strahlturbine M-701
Standschub: 800 kp
Maximalschub: 890 kp
Abflugmasse: 3280 kg
Maximalgeschwindigkeit: 615 km/h in Bodennähe
655 km/h in 5000 m Höhe
Besatzung: 2
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